Asiatischer Marienkäfer: Welche Gefahren bestehen?

Invasionen von Asiatischen Marienkäfern finden vor allem bei Wintereinbruch statt. Wenn also die Temperaturen sinken, neigen diese kleinen Tiere dazu, sich in unseren Häusern einzunisten. Die Frage ist: Sind sie für den Menschen oder seine Kulturen gefährlich? Tatsächlich unterscheiden sich die asiatischen Marienkäfer deutlich von den europäischen Marienkäfern, die wir kennen. Zoom auf diesen nicht alltäglichen Käfer.

Entwicklung in Europa
Der Asiatische Marienkäfer wurde 1980 absichtlich nach Europa und in die USA eingeführt. Das Ziel war, Blattläuse auf umweltfreundlichere und kostengünstigere Weise wirksam zu bekämpfen. Man muss dazu sagen, dass der Asiatische Marienkäfer als erwachsener Marienkäfer täglich das Äquivalent von 90 bis 270 Blattläusen frisst. Außerdem legt er während seiner dreijährigen Lebenszeit etwa 2500 Larven ab. Im Jahr 2003 wurde der Marienkäfer jedoch über Belgien eingeschleust. Seitdem musste die Firma, die sie als Insektizid verkauft hatte, den Handel mit dieser Marienkäferart einstellen.

Die Merkmale des Asiatischen Marienkäfers
Der Asiatische Marienkäfer ist unter all den existierenden Arten recht schwer zu erkennen. Am besten erkennt man sie an der Anzahl ihrer Flecken. Der Asiatische Marienkäfer hat zwischen null und neunzehn schwarze oder rote Punkte und ist mit einer Größe von 5 bis 7 mm der größte Marienkäfer der Welt.

Coccinelles asiatiques

Ist der Asiatische Marienkäfer gefährlich?
Für andere Marienkäfer ist er ein gefährlicher Feind, denn er frisst nicht nur die Eier anderer Insekten, sondern auch die der einheimischen Marienkäfer. Er ernährt sich aber auch sehr stark von Blatt- und Schildläusen, was ihn für den Garten vorteilhaft macht. Der Asiatische Marienkäfer hat in seinen Eiern Parasiten, daher können diese zum Tod anderer Insekten führen, wenn diese sie aufnehmen.

Für den Menschen stellt er keine große Gefahr dar. Die Giftstoffe, die sie ausscheidet, können in einigen Fällen Allergien auslösen. Die Ausscheidungen verursachen einen unangenehmen Geruch, sind aber für den Menschen nicht gefährlich. Das einzige Problem entsteht, wenn sie sich im Herbst zu Tausenden an Gebäudewänden einnistet, um eine Ritze zu finden, in der sie Unterschlupf findet und in der Wärme überwintert. Aus diesem Grund findet man sie im Winter häufig in unseren Wohnungen.

Wie kann man sie beseitigen?
Wenn der Asiatische Marienkäfer in Wohnungen überwintert, löst er nicht nur Allergien aus, sondern beschädigt auch Wände und Vorhänge. Am einfachsten werden Sie sie los, wenn Sie sie in einem großen Beutel einsammeln oder mit einem Staubsauger absaugen und den Beutel in die Gefriertruhe legen. Nach 24 Stunden sind sie tot. Dann kann man den Beutel einfach in den Müll werfen oder die toten Marienkäfer für den Kompost verwenden.

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