Gemüsesorten, die eigentlich Früchte sind

Fruchtgemüse: Obst oder Gemüse?

Als Fruchtgemüse werden Gemüse bezeichnet, die aus den bestäubten Blüten einer Pflanze entstehen. Dazu zählen beispielsweise Auberginen, Tomaten, Paprika und unsere Spezialität die Physalis (Nachtschattengewächse). Gurken, Kürbis, Zucchini (Kürbisgewächse), Gräser wie der Zuckermais sowie auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen. Doch gehört Fruchtgemüse zu Obst oder zu Gemüse?

Laut botanischer Definition gehört jede Frucht die aus einer Blüte entsteht, zum Obst. Zum Gemüse zählen hingegen alle anderen essbaren Teile einer Pflanze wie Blätter oder Wurzeln. Die Lebensmittel-Kunde besagt, dass die Früchte einjähriger Pflanzen zum Gemüse, die Früchte mehrjähriger Pflanzen hingegen zum Obst gehören. Sprachgeschichtlich stammt Gemüse vom Wort „Mus“, was „gekochter Brei“ bedeutet.

Eine eindeutige Begriffsbestimmung, ob Fruchtgemüse nun zum Obst oder Gemüse gezählt wird, gibt es also nicht. Je nachdem, ob der Begriff Fruchtgemüse botanisch, warenkundlich oder umgangssprachlich ausgelegt wird, ergeben sich unterschiedliche Definitionen. Welcher Auslegung man auch folgt – die Fruchtgemüse aus dem Gemüsegarten der Pfalz laden

zum kochen, experimentieren und roh naschen ein. „Definitiv“ lecker!

Die meisten Fruchtgemüse stammen ursprünglich aus subtropischen bis tropischen Regionen

Die meisten Fruchtgemüse stammen ursprünglich aus subtropischen bis tropischen Regionen, vor allem aus Südamerika. Sie lieben warme und geschützte Standorte mit ausreichend Wasser – Bedingungen, die im Gemüsegarten der Pfalz bestens gegeben sind. Der Anbau beginnt nach dem ersten Frost.

Fruchtgemüse hat bereits ab Juni Saison

Bereits ab Juni kommen die meisten Fruchtgemüse in der Pfalz bereits zur Reife und können bis in den Oktober oder November hinein geerntet werden. Die Zucchini wird bereits ab Mai geerntet.

Besonders als Grillgemüse geeignet

Viele Fruchtgemüse sind besonders gut als Grillgemüse geeignet, schmecken geschmort, gekocht oder zart gedünstet. Gurken, Paprika, Tomaten und Zucchini können jedoch auch roh verzehrt werden. Die Zubereitungsarten von Zucchini und Kürbis sind vielfältig: Mit der Zucchini können Aufstriche, Kuchen und sogar süße Gerichte gekocht werden, sie schmeckt mit Ziegenkäse überbacken und als Ratatouille mit den Fruchtgemüsen Aubergine und Tomate. Kürbis ist eine perfekte Zutat für cremige Suppen, süß-saure Chutneys und schmeckt in Scheiben geschnitten vom Grill – bestrichen mit salziger Butter und Zimt. Gurken sind eher als rohe Zutat in Salaten oder kalter Gazpacho bekannt. Auch gekocht in einer Sahnesauce mit Muskatnuss und Schinken sind Gurken sehr schmackhaft.

Wärme und Sonnenlicht bei der Lagerung vermeiden

Wärme und Sonnenlicht sind für alle Fruchtgemüse nach der Ernte zu vermeiden. Bei einer kalten und dunklen Aufbewahrung kann der Frischeverlust eine ganze Weile hinausgezögert werden. Die ideale Lagerungstemperatur von Fruchtgemüse ist je nach Art ganz unterschiedlich. Tomaten verlieren bei zu kühlen Temperaturen im Kühlschrank an Aroma und schimmeln schneller. Sie sind besonders licht- und druckempfindlich und lagern gern allein, beispielsweise in der Speisekammer oder im Keller. Zucchini, Kürbisse und Mais können durchaus im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Gemüse „atmet“ nach der Ernte, es gibt Kohlendioxyd und Feuchtigkeit ab. Je weniger Sauerstoff die Umgebung enthält, desto länger bleibt das Gemüse frisch. Das Fruchtgmüse sollte innerhalb einer Woche verzehrt werden. Lediglich der Kürbis kann bei guter Lagerung noch ein halbes Jahr lang aufgehoben werden.

Tipps zu Fruchtgemüse

Bevorzugen Sie bei Fruchtgemüse regionale und saisonale Produkte aus dem Pfalzmarkt. Je frischer Obst und Gemüse ist, desto mehr Vitalstoffe sind enthalten. Es konnte richtig reifen und ist besonders aromatisch. Auch während der Lagerung zu Hause gehen Vitamine verloren. Fruchtgemüse sollten deshalb möglichst zeitnah verwertet und bald nach der Zubereitung verzehrt werden.

Scroll to Top