So vermehren Sie Rosen vom Stamm aus zu Hunderten

Wenn Sie ein Gartenliebhaber sind und Rosen lieben, kann die Vermehrung von Rosen aus Stammstecklingen eine interessante und kostengünstige Methode sein, Ihren Rosengarten zu vermehren. Mit ein wenig Geduld und Sorgfalt können Sie aus einer einzigen Mutterpflanze Hunderte von neuen Rosenpflanzen vermehren. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Vermehrung von Rosen aus Stängelstecklingen, damit Sie sich an einer Fülle von schönen Rosen in Ihrem Garten erfreuen können.

Benötigte Materialien:

Gesunde Rosenpflanze: Wählen Sie eine gesunde und krankheitsfreie Rosenpflanze als Mutterpflanze für die Entnahme von Stammstecklingen. Achten Sie auf eine Pflanze mit kräftigem Wachstum und reicher Blüte, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Scharfe Gartenschere: Verwenden Sie eine scharfe und saubere Gartenschere, um Stammstecklinge von der Mutterpflanze zu nehmen. Saubere Werkzeuge helfen, die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Wurzelhormon: Wurzelhormon ist eine pulverförmige oder flüssige Substanz, die das Wurzelwachstum von Stecklingen anregt. Es kann in einem Gartencenter oder im Internet gekauft werden.
Erdenmischung: Wählen Sie eine gut durchlässige, für Rosen geeignete Blumenerde. Vermeiden Sie schwere Erde oder Gartenerde, da diese zu viel Feuchtigkeit speichern und zu Fäulnis führen können.
Töpfe oder Behälter: Sie benötigen Töpfe oder Behälter, in die Sie die Rosenstecklinge einpflanzen. Wählen Sie kleine Töpfe oder Behälter mit Abflusslöchern, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.
Plastiktüten oder Clochen: Plastiktüten oder Cloches können verwendet werden, um eine gewächshausähnliche Umgebung für die Rosenstecklinge zu schaffen, die dazu beiträgt, die Feuchtigkeit zu halten und die Bewurzelung zu fördern.
Topf oder Sprühflasche: Sie benötigen eine Gießkanne oder Sprühflasche, um die Stecklinge zu gießen und die Blumenerde gleichmäßig feucht zu halten.

Schritt 1: Auswahl und Vorbereitung der Stammstecklinge

Wählen Sie gesunde Stammstecklinge: Suchen Sie an der Mutterpflanze nach gesunden und reifen Stämmen, die etwa einen Bleistift dick sind und mindestens zwei bis drei Blattknoten haben. Blattknoten sind die Punkte, an denen die Blätter am Stängel befestigt sind.
Stecken Sie die Stecklinge: Schneiden Sie mit einer scharfen Gartenschere einen sauberen Schnitt knapp unterhalb eines Blattknotens, um einen etwa 6-8 Zentimeter langen Stiel zu erhalten. Entfernen Sie Blüten oder Knospen vom Stiel, da diese Energie von der Wurzelentwicklung abziehen können.
Entfernen Sie die unteren Blätter: Entfernen Sie die Blätter von den unteren zwei Dritteln des Stängels, so dass nur einige Blätter an der Spitze übrig bleiben, um die Photosynthese zu unterstützen.
Optional: Tauchen Sie das untere Ende des Stängels in Bewurzelungshormon: Falls gewünscht, können Sie das untere Ende des Stängelschnitts in Bewurzelungshormon tauchen, um das Wurzelwachstum zu fördern. Befolgen Sie die Anweisungen auf der Verpackung des Bewurzelungshormons, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Schritt 2: Pflanzen Sie die Stängelstecklinge

Töpfe mit Blumenerde füllen: Füllen Sie kleine Töpfe oder Behälter mit gut durchlässiger Blumenerde und lassen Sie dabei etwa einen Zentimeter Platz nach oben.
Pflanzen Sie die Stängelstecklinge: Stecken Sie das untere Ende des Stecklings in die Blumenerde, wobei Sie mindestens zwei Blattknoten unter der Erdoberfläche eingraben. Drücken Sie die Erde um den Steckling herum leicht an, um ihn an Ort und Stelle zu halten.
Gründlich wässern: Gießen Sie die Blumenerde gründlich, bis das Wasser aus dem Boden der Töpfe läuft. Lassen Sie die Töpfe einige Minuten lang abtropfen, bevor Sie sie in Plastiktüten stecken oder mit Clochen abdecken.
Schritt 3: Schaffen Sie eine gewächshausähnliche Umgebung

Mit Plastiktüten oder Clochen abdecken: Legen Sie eine durchsichtige Plastiktüte oder eine Cloche über jeden Topf, um eine gewächshausähnliche Umgebung zu schaffen, die Feuchtigkeit speichert und die Bewurzelung fördert. Wenn Sie eine Plastiktüte verwenden, verschließen Sie die Tüte locker, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen.
Platzieren Sie die Töpfe an einem hellen, indirekten Licht: Stellen Sie die Töpfe an einen Ort mit hellem, indirektem Licht, wie z. B. eine Fensterbank oder ein Gewächshaus. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht, da dies zu einer Überhitzung und Austrocknung der Stecklinge führen kann.
Feuchtigkeit aufrechterhalten: Überprüfen Sie regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt der Blumenerde und gießen Sie nach Bedarf, um die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht durchnässt zu halten. Lassen Sie die Blumenerde nicht vollständig austrocknen, da dies die Wurzelentwicklung behindern kann.
Schritt 4: Warten auf die Bewurzelung

Haben Sie Geduld: Es kann einige Wochen bis Monate dauern, bis die Rosenstecklinge Wurzeln schlagen und sich zu neuen Pflanzen entwickeln. Seien Sie geduldig und widerstehen Sie der Versuchung, die Stecklinge zu oft zu stören oder zu kontrollieren, da dies den Bewurzelungsprozess stören kann.
Kontrollieren Sie das Wachstum: Nach ein paar Wochen sehen Sie vielleicht neues Wachstum, wie Blätter oder Stängel, aus den Stecklingen herauskommen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Bewurzelung stattgefunden hat.
Schritt 5: Umpflanzen und Pflegen der neuen Pflanzen

Verpflanzen Sie die bewurzelten Stecklinge: Sobald die Stecklinge ein gutes Wurzelsystem entwickelt haben, entfernen Sie sie vorsichtig aus den Töpfen und verpflanzen sie in einzelne Töpfe oder direkt in die Gartenerde. Verwenden Sie gut durchlässige Blumenerde oder mit Kompost vermischte Gartenerde.
Pflege für die neuen Pflanzen: Gießen Sie neu eingepflanzte Rosenpflanzen regelmäßig und sorgen Sie für ausreichend Sonnenlicht und Temperatur für ein optimales Wachstum. Schützen Sie sie vor extremen Wetterbedingungen, Schädlingen und Krankheiten. Während die neuen Pflanzen wachsen und reifen, können Sie sie allmählich an die Umgebung im Freien gewöhnen.
Mit der richtigen Pflege und Geduld werden sich die kultivierten Rosenpflanzen etablieren und zu gesunden, blühenden Rosensträuchern heranwachsen. Durch die Vermehrung von Rosen aus Stammstecklingen können Sie Ihren Rosengarten erweitern und sich an der Schönheit und dem Duft der Rosen in Ihrer Landschaft erfreuen. Viel Spaß bei der Vermehrung!

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