Züchte dein eigenes Zitronenbäumchen!

Zitronenbaum ziehen: Das brauchst du

Um Zitronenbäume zu ziehen, brauchen wir natürlich Zitronenkerne. Meistens werfen wir die Zitronenkerne in den Müll, dabei können sie mit ein wenig Liebe und Geduld zu einem schönen Zitronenbaum heranwachsen. Da Zitronenbäume nicht winterhart sind und es schön warm mögen, muss die Anzucht drinnen erfolgen. Zudem mögen Zitronen es so hell wie möglich. Solltest du kein helles Fenster oder warmes Gewächshaus zur Verfügung haben, kannst du auch mit einer Pflanzenlampe nachhelfen.

Die Zitronenkerne sollten bei der Aussaat so frisch wie möglich sein. Um die Kerne zu bekommen, kannst du deshalb beim nächsten Einkauf einfach eine Bio-Zitrone im Supermarkt kaufen. Achte darauf, dass die Frucht richtig reif ist und keine Schimmelstellen aufweist. Neben den Zitronenkernen brauchst du noch torffreie Anzuchterde und etwas Sand, eine Sprühflasche, eine kleine Anzuchtschale mit Abdeckung und Lüftungsschlitzen und etwas Zitronensaft. Die Anzuchtschale sollte einen Durchmesser von mindestens 15 cm haben.

  • Frische Zitrone
  • Anzuchterde & Sand
  • Sprühflasche
  • Anzuchtschale mit Abdeckung und mindestens 15 cm Durchmesser
  • Kleines Messer

 

Die Kerne sollten aus reifen Bio-Früchten stammen.

Zitronenbaum ziehen: Sauer macht lustig!

Zitronenkerne vorbereiten

Schneide die Zitrone in der Mitte durch und entferne die Kerne mit einem kleinen Messer oder einer Gabel. Gebe sie anschließend in ein Sieb und wasche das Fruchtfleisch gründlich unter dem Wasserhahn ab. Suche dir die dicksten Kerne zum Einpflanzen heraus.

Bei der Aussaat ist es oft hilfreich, das Saatgut vorher einzuweichen. Lege die Kerne dazu einfach 1 – 2 Tage in ein Glas mit Leitungswasser. Durch das Einweichen keimen die Zitronenkerne später besser.

Zitronenkerne aussäen

Sind die Kerne eingeweicht, kann es weitergehen. Mische dafür zuerst die Anzuchterde mit ein wenig Sand. Zitronen mögen leicht saures Substrat und durch den Sand wird der pH-Wert der Erde gesenkt. Fülle das Substrat dann in die Anzuchtschale. Lege die Kerne mit einem Abstand von 5 bis 10 cm zueinander auf das Substrat und drücke sie 1 bis 2 cm tief hinein. Leicht mit Erde bedecken und gut mit einer Sprühflasche befeuchten.

Zum Schluss die Anzuchtschale mit der Abdeckung bedecken und an einen hellen und warmen Ort stellen – fertig!

Wann keimen die ersten Zitronen?

Achte anschließend darauf, die Anzuchtschale täglich zu lüften, damit sich kein Schimmel breit macht. Das Substrat sollte die ganze Zeit leicht feucht bleiben, doch achte darauf, dass sich keine Staunässe bildet.

Nach etwa 2 bis 4 Wochen recken sich die ersten grünen Spitzen aus dem Boden und die Zitronen beginnen zu keimen. Sind die ersten 2 Keimblätter sichtbar, musst du die Sämlinge in Töpfe vereinzeln. Nehme dafür Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 10 cm. Das Substrat soll schön durchlässig sein. Mische auch jetzt wieder ein wenig Sand bei und gieße die kleinen Zitronenpflanzen gut an. Stelle sie an einen möglichst warmen und hellen Ort und gieße sie 2 bis 3 mal wöchentlich.

So pflegst du deinen Zitronenbaum

Dein Zitronenbäumchen liebt die Sonne und sollte deshalb immer den hellsten Platz bekommen. Außerdem musst du ihn regelmäßig gießen, doch unbedingt darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. In den ersten Jahren ist er noch komplett grün, da sich erst später ein richtiger Stamm bildet, der dann verholzt. Fühlt sich dein Zitronenbaum wohl und kann ordentlich Sonne tanken, bildet er mit ungefähr 6 bis 8 Jahren die ersten Blüten und Früchte. Davor ist das Bäumchen einfach noch zu jung. Für alle, denen das etwas zu lange dauert, empfehlen wir daher unsere Bloomify Zitrone Zeus 😉

Zitronenbaum umpflanzen und düngen

Die erste Düngergabe kann je nach Jahreszeit schon nach 4 Monaten erfolgen. Generell solltest du deine Zitrone nur zwischen April und August düngen, da sie ihr Wachstum im Winter herunterfährt.

Ist das Bäumchen gut gewachsen, kannst du die Gelegenheit nutzen und gleichzeitig die Zitrone umtopfen in ein größeres Gefäß. Dabei kannst du eine kleine Portion Kompost oder organischen Langzeitdünger in die Pflanzerde mischen. So ist deine Zitrone dann für den Sommer mit Nährstoffen versorgt und die nächste Düngergabe kann noch einmal Ende des Sommers aufgefrischt werden. Dünge einen jungen Zitronenbaum aber noch nicht so stark.

Sollte es draußen allerdings schon kälter werden, solltest du mit dem Düngen und Umpflanzen bis zum Frühling warten, um das Bäumchen nicht zu stressen und Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden.

Ist das Bäumchen schon etwas größer, kann es auch regelmäßig mit einem speziellen Zitrusdünger versorgt werden.

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